Ein kleiner Einblick in unser vietnamesisches Neujahrsfest: Tết

A-lô các bạn! (= Hallo Freunde!)
Heute geht es auf meinem Blog weder um ein DIY-Projekt noch um Rezepte oder Frisuren. Heute dreht sich alles um das vietnamesische NeujahrTết! Und somit gesellt sich ein weiterer Bericht zur Kategorie Kultur/Reise.

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Eins muss ich noch loswerden, bevor ich beginne zu schreiben: Alles, was ich jetzt tippe, sind meine eigenen Erfahrungen! Meine Wahrnehmungen als ein vietnamesisches Kind (in Deutschland geboren) und wie wir versuchen ein bisschen unsere Kultur in den deutschen Alltag einzugliedern, ohne jemanden auf die Füße zu treten, versteht sich 😉 Es kann sein, dass das andere vietnamesischen Familien hier in Deutschland ganz anders machen.

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Wie bereits vor einigen Wochen in diesem Beitrag kurz angeschnitten, ist Tết das wichtigste vietnamesische Fest des Jahres 🙂 Wann das Fest stattfindet, sagt uns der Mondkalender. Ihr könnt es euch schon denken, dieser Kalender orientiert sich am Lauf des Mondes. 12 Mondmonate ergeben ein Mondjahr. D.h. im Prinzip ist er wie der gewöhnliche Kalender, nur etwas nach hinten verschoben. Denn auch wir haben das Jahr 2016 mit diesem Fest eingeläutet 🙂

Im Vergleich zu der westlichen Kultur dauert Neujahr nicht nur 1, sondern gleich 3 Tage. In diesen 3 Tagen gehört es zum Pflichtprogramm, dass die komplette Verwandtschaft sich gegenseitig besucht, um Glückwünsche auszutauschen und gemeinsam zu essen und zu feiern 🙂
Für uns gehören alle Großtanten und -onkeln, Großcousins und – cousinen, ihre Kinder und Kindeskinder und noch viele viele weitere zur „engen“ Familie! D.h. es ist nicht ungewöhnlich, wenn man innerhalb der Festtage um die 300 Leute aus der eigenen Verwandtschaft sieht und trifft 😀

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Einige besuchen bzw. „pilgern“ (für die lauffaulen Vietnamesen ist das eine Wanderung. Für Europäer wohl eher ein Spaziergang, haha 😀 ) an diesen Tagen zu der einen oder anderen Pagode, um zu beten. Für alle, die nicht wissen, was Pagoden sind: Buddhistische Tempel, in denen unter anderem die Mönche leben und ihren Glauben praktizieren. Man könnte grob sagen, das Pendant zur Kirche für die Christen.
Für die Kleinen und Ältesten der Familie gibt es noch tiền mừng tuổi (= Glücksgeld). Es ist nicht viel – es geht hier mehr um die Symbolik 🙂

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Bevor das neue Jahr begrüßt werden kann, sollte man versuchen alle Verpflichtungen zu erledigen. Man soll nichts „Negatives“ aus dem alten Jahr mitschleppen. Das bringt Unglück! Darunter fallen bspw. Schulden oder ein Streit. Man sollte diese ausgleichen oder versuchen sich wieder zu vertragen.

Als meine Eltern noch in Vietnam lebten (ist inzwischen auch ca. 30 Jahre her), mussten sie jedes Jahr vor Tết die Häuser weiß anstreichen. Meine Mutter hat eher die Wände beschmiert als ordentlich bestrichen. Aber hey, wer von uns kennt nicht das Gefühl und den Reiz der Wände, den sie auf Kinder haben, wenn es ums Ankritzeln geht 😀 Diese Streich-Tradition verlor sich ein bisschen über die Jahre. Die einzigen, die das wirklich noch durchziehen, sind die Ureinwohner auf den Bergen oder in den kleinen Mini-Dörfern.

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Alles ordentlich aufräumen und putzen, einkaufen, kochen, schmücken, frisch geduscht sein und saubere Klamotten anziehen, sind immer noch typische Vorbereitungspunkte, die jeder befolgt. Man sollte gereinigt in das neue Jahr starten, sonst bringt das Unglück! Ihr merkt vielleicht – es hat viel mit Glück und Unglück in unserer Kultur zu tun 😀 

Das war´s erst einmal so allgemein zu dem Fest und den Vorbereitungen. Ich habe versucht, mich so kurz wie möglich zu fassen. Seid ihr überhaupt noch dabei? 😀 Oder habt ihr schon längst aufgegeben und habt weggeklickt?

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Nicht? Dann kommt jetzt noch ein kleiner Einblick in unser Leben. Da ich alles so realitätsgetreu lassen wollte, wie es wirklich ist, sind es jetzt keine Hochglanz-Blogger-Fotos. Ich hoffe, ihr versteht das 😉
Wenn ihr mit Vietnamesen befreundet seid, habt ihr vielleicht schon einmal so kleine Altare gesehen. Wir haben davon zwei bei uns. Einmal einen allgemeinen (für die Götter) und einen, auf dem alle Verstorbenen aus der Familie gedacht wird. 
Auf diesem Bild seht ihr den Allgemeinen. Das erkennt ihr nämlich daran, dass keine Fotos der verstorbenen Angehörigen drauf gestellt wurden. Stattdessen die weibliche Skulptur. Puuuh, fragt mich bitte nicht genau, wie sie heißt und wofür sie steht. In unserem Glauben, gibt es soooo viele davon, dass ich den Überblick schon längst verloren und aufgegeben habe… Aber eins ist sicher: Sie sind alle lieb, nett und wollen nur unser Bestes! 😉 

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Mein Papa ist der älteste Sohn der Familie und mein Bruder wiederum der älteste Sohn von ihm. Deswegen bin ich von allen Verpflichtungen, was bestimmte Rituale angeht, befreit – auch, wenn ich älter bin.
Da meine Eltern am Sonntag um 18 Uhr arbeiten waren, musste mein Bruder kurz vor 18 Uhr die Altare vorbereiten. D.h. Opfergaben drauf stellen. Da wäre zum einen ein Obstteller, auf dem auch Süßigkeiten platziert werden. Dann noch etwas zu trinken, in dem Fall das Wassergläschen (Alkohol oder Tee gehen ebenfalls) und wenn man noch lieb und nett ist, kann man die eine oder andere Köstlichkeit kochen und dazustellen. Bei uns wären das  hier Bánh bao (= vietnamesische Weizenmehlköße).

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Den gelben, geformten Reis hat meine Mama gekocht und man nennt ihn Xôi. Entweder isst man ihn pur oder mischt Erdnüsse darunter. Gerne wird auch so ein Teil in die Hand genommen, zu einer kleinen, dicken Wurst geformt und in Zucker getaucht.
Das grüne Tapioka-Küchlein rechts ist gefüllt mit Bohnenpüree und Kokosstreifen und heißt Bánh Xu Xê. Als Kind mochte ich es überhaupt nicht, wollte es aber immer haben – weil man als Kind von so farbenfrohem Essen automatisch angezogen wird 😀 Es war jedes Mal das Gleiche, wenn wir in einem asiatischen Lebensmittelladen einkaufen waren. Dabei wusste ich schon im Voraus: Ich ess das Zeug gar nicht, weil es mir absolut nicht schmeckt, hahaha 😀

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Hier seht ihr noch die Räucherstäbchen. Der Geruch kann penetrant sein für Menschen, die es nicht gewohnt sind. Nachdem mein Bruder die Altare hergerichtet hatte, musste er sie, die Räucherstäbchen (nicht die Altare 😀 ) um 18 Uhr anzünden und beten. Die Götter und Urahnen rufen, sie in unsere Wohnung einladen, um mit uns zu essen und zu feiern. Und ich gehe von aus, man muss sie noch zu vielen anderen Dingen einladen – aber wir machen das immer wie folgt: Wir sagen das, was von Herzen und ausm Bauch heraus kommt. Dadurch ist es wenigstens ehrlich 🙂

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Nach der Arbeit sind dann meine Eltern, mein Bruder und ich nach Frankfurt aufgebrochen. Denn dort steht eine der wenigen Pagoden, nämlich die Pagode Phat Hue, in Deutschland. Dort konnte man nach der Begrüßungszeremonie, sich bei den Mönchen einige… Mhmm… Wie nennt man das denn jetzt – Give Aways abholen 😀 
In dieser Pagode bekommt jeder, der möchte: Einen Kalender, einen roten Umschlag, einen Anhänger und ein Armband. Ach, und die Mandarine nicht zu vergessen. Die habe ich in der Pagode schon verputzt 🙂 

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Wie ihr hier sehen könnt: In dem roten Umschlag befindet sich ein Zettel mit einer Nummer und einer kleinen Vorhersage, was das neue Jahr einem bringen wird. Zudem die 5 Cent als tiền mừng tuổi (= Glücksgeld) wie bereits oben erwähnt.
Auf dem Bild unten drunter, seht ihr zu dem normalen Kalenderdaten noch weitere Zahlen. Das sind die Daten des Mondkalenders. Am 8. Februar steht da 1/1 – was nichts anderes bedeutet als der 1.1.

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Sooo. Wir sind nun auch am Ende des Post angekommen. Ich habe versucht, mich so kurz wie möglich zu fassen. Traditionen und Kulturen entstehen über viele, viele Jahre und werden dadurch komplex – und das ist auch gut so! Denn die Vielfältigkeit und Unterschiede macht es doch erst interessant und spannend, nicht wahr!? 😉

Falls ihr gerne in Zukunft weitere solcher Einblicke wollt, hinterlasst mir dazu einen Satz in den Kommentaren oder schreibt mir eine Mail 🙂

Ihr Lieben, ich danke euch von Herzen fürs Lesen und euer Interesse! Habt noch einen wundervollen Tag und lasst euch trotz des doofen Wetters die Stimmung nicht vermiesen ♥

Rosy klein

PS: Meine liebe Steffi und meine liebe Jasmin, ich hoffe, ich konnte euren Erwartungen mit diesem Bericht ein bisschen gerecht werden 🙂 :* 

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Melaten Friedhof in Köln

Hallöchen ihr Süßen,
und „Oh mein Gott“ wird sich die eine oder andere bei der Überschrift gedacht und dabei die Augen weit aufgerissen haben. Und wer das Bild bei Bloglovin‘Facebook oder Instagram gesehen hat, dessen Augen werden wohl noch viel größer geworden sein und wird sich denken: „Nanu, wir haben zwar den Herbst schon wettertechnisch eingeläutet, aber Halloween ist doch erst in 6 Wochen?!? Oder habe ich irgendetwas verpasst?“ Keine Sorge, ich bin jetzt nicht unter die Toten gegangen oder so – und habe es in nächster Zeit auch nicht vor. Es wird mal wieder ein kleiner Kulturbeitrag, wie Katja es nennen würde.

Ihr erinnert euch, in meinem Wölkchen-Ballon-Beitrag erwähnte ich, dass wir bei einer Führung durch den Melaten Friedhof in Köln mitgemacht haben und sehr begeistert davon waren!? Heute möchte ich euch gerne ein bisschen durch seine Grabstätte mitnehmen – euch eine andere Seite von Köln zeigen. Nicht immer diese typischen Touristen-Hot-Spots-Dinger. Seid ihr bereit? Dann folgt mir.

Melaten Friedhof Melaten Friedhof 17

Hallo, und herzlich willkommen zum heutigen Rundgang durch den Melaten Friedhof in Köln. Mein Name ist Rosy und ich werde euch durch diesen Friedhof begleiten und einiges dazu erzählen. Ich hoffe, ihr werdet nach dieser Besichtigungs-Tour eventuell eine weitere und andere Sichtweise zum Thema Friedhof bekommen – nicht mehr nur als Ort, an dem sich Tod, Trauer und Verlust befinden.

Kommen wir gleich zur berühmtesten Persönlichkeit des Friedhofs: Dem Sensenmann. Als typische Symbole hält er in der einen Hand eine Sanduhr und in der anderen eine Sense. Und stellt euch vor, da liegt tatsächlich jemand begraben. Ein Junge, namens Martin, der auch „Fröschlein“ genannt wurde. Aus diesem Grund hockt neben dem Sensenmann auch eine kleine Froschfigur. (Ooops, hier habe ich den wohl dummerweise ausgeschnitten, shame on me!)
Anscheinend wurde die Sense in der Vergangenheit mehrmals geklaut. In der Hoffnung, dass sie in Zukunft nicht mehr so oft entwendet wird, wurde dort ein Sensor befestigt.
Übrigens auf dem zweiten Bild seht ihr Herr P. Lejeune. Er ist Leiter des Kölner Friedhofs und hat die tolle 2-stündige Führung durch dieses Gelände gehalten – ein knuffiger Kölner-Opi 😀

Melaten Friedhof 1 Melaten Friedhof 2

Hier seht ihr den Umriss des Friedhofs. Er liegt mitten in der Stadt, um genau zu sein in Lindenthal. Trotz der Lage ist er alles andere als klein, denn immerhin beträgt die Fläche 435.000 m². Das entspricht in etwa 60 Fußballfelder. Also ihr merkt, gahaaanz schön groß. Falls ihr mal bei der Friedhofsführung mitmachen wollt, dann ist dort, wo die Frau auf der Bank sitzt, der Treffpunkt – nur damit ihr Bescheid wisst 😉

Früher war der Ort ein Plätzchen für Kranke und Aussätzige, daher auch der Name Melaten. Erst Ende des 18. Jahrhundert, als Napoleon in Köln eintrifft, beschließt er diesen Friedhof zu gründen. Wegen der mangelnden Hygiene und des fürchterlichen Gestanks in den Gassen, verbot er die Beerdigung von Toten in den Straßen und erschuff aus diesem Ort eine Begräbnisstätte.

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Der offizielle Rundgang begann an dieser Glocke. Nachdem ein Verstorbener bestattet wurde, wird die Glocke 3x geläutet. Die Zahl 3 tauchte immer wieder während dieser Friedhofsführung auf. Was es damit auf sich hat, werde ich euch aber nicht verraten. Sonst lohnt es sich für euch gar nicht mehr mal da vorbeizuschauen, wenn ich den ganzen Text von dem lieben Opi vorkaue 😉 Ich werde auch nicht zu jedem Bild etwas schreiben – bei einigen solltet ihr einfach einen Eindruck bekommen, was man da so entdecken kann – das hier ist natürlich nur ein klitzekleiner mini Anteil, von dem, was man dort noch so sehen kann.

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Links auf dem Bild seht ihr, wie der Friedhof aufgebaut ist. Findet ihr auch, dass es mehr einem Park gleicht? Gar nicht so dunkel und düster, wie viele andere Begräbnisstätten, oder? 🙂 Übrigens, die Allee nennt man die Millionenallee. Warum? Na, weil die Leute, die dort begraben werden, ordentlich Kohle haben hatten und das sich auch in ihren Grabstätten wiederspiegelt.
Auf dieser Allee begegneten wir oft solchen Obelisken. Die tatsächlich als Symbol für das beste Stück eines Mannes stehen. Dieser Obelisk war um die 5 Meter hoch und ist die Familiengruft der Deichmanns. Nein, nicht der Typ mit den Schuhen. Es war einer der Gründer der Deutschen Bank.

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Ihr merkt also, kein gewöhnlicher Friedhof mit nur so 1 Meter hohen Grabplatten. Nein, man kann alles dahinstellen, was man will, solange man das nötige Kleingeld dafür hat. Sei es ein Tempel, verrückte Statuen oder kleine Gebäude.

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Hier die Ruhestätte der Familie Stollwerck. Ja genau, die mit der Schokolade. Ich als Schoko-Liebhaberin musste natürlich dieses Grab fotografieren, obwohl es im Vergleich zu den restlichen Gräbern eher langweilig wirkte.

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Ist es nicht der Wahnsinn, was die Leute sich da teilweise bauen lassen? Hier auf dem 2. Bild seht ihr beispielsweise die Grabkapelle von der Zigeunerkönigin Sophia Czory. Da ist man im ersten Moment doch etwas sprachlos, nicht wahr?! Übrigens meinte unser Melaten-Opi, dass sie sich selbst Zigeunerin nannte und es nicht als Beleidigung empfand.

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Wir gehen weiter, verlassen die Millionenallee und kommen zu dem etwas moderneren und neueren Teil des Friedhofs. So sehen die Grabstätten aus heutiger Zeit aus.

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Nebenbei bemerkt: Dieser Friedhof nimmt alle auf. Wirklich alle. Egal, welcher Herkunft oder welcher Religion man angehört, alle haben Platz. Finde ich richtig toll 🙂

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Alles, was ich in diesem Blogpost gerade schreibe, habe ich von der Erzählung des Friedhofsleiters aufgeschnappt. Nicht das ihr jetzt denkt, ich wäre hier irgendeine  geniale allwissende Person, haha 😀

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Hach, und die beiden Männchen haben uns Besucher zum Lachen gebracht, so dass ich sie knipsen musste, hihi 😀

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Und hier die 2. berühmtesten Persönlichkeiten, die auf diesem Friedhof zu Hause sind. Die Millowitschs. Ich gebe zu, den Namen habe ich schon öfters gehört, aber wer oder wofür Herr W. Millowitsch u.a. bekannt war, wusste ich bis zu diesem Rundgang nicht. Also hörte ich brav zu und kann sagen: Er war ein erfolgreicher deutscher Theaterschauspieler und in seinem Millowitsch-Theater finden auch noch heute regelmäßig Aufführungen statt. Haben wir mal wieder was gelernt 😉

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Am Rande: Der Herr, der dieses Bauwerk hat errichten lassen, lebt noch. Eigentlich sollte auch noch eine Büste seiner selbst hin, aber da er altert, findet er sich nicht mehr hübsch – also keine Büste, haha 😀
Auf dem 2. Bild seht ihr die Meute. Wir waren überrascht, wie viele kamen. Immerhin steht diese Führung nicht irgendwo auf einem Plakat oder wurde groß beworben.
Habe ich eigentlich erwähnt, dass sie auch komplett kostenlos war – egal, ob Kind, Student oder Rentner und ohne Anmeldung – einfach kommen und sich dazustellen!

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Wenn wir weitergehen, kommen wir zu J. Th. Baargeld Zentrodada, wie er liebevoll von seinen Kommilitonen genannt wurde. Er war aus wohlhabenden Hause und lud deshalb gerne mal die ganze Truppe ein, sodass er den Spitznamen „Baargeld“ bekam. Als kleine Hommage legen Besucher gerne ein paar Centstücke auf sein Grab, wie auch hier zu sehen 😉

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Seid ihr auch so begeistert wie ich? Teilweise hat man wirklich das Gefühl man macht so kleine Zeitreisen. Gerade, weil diese Gebäude und Bauwerke einfach mitten in der Natur stehen 🙂

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Na, erkennt irgendeiner von euch links auf dem Bild das Symbol auf dem Grabstein? Ok, zugegeben – man sieht es schlecht. Aber das allsehende Auge ist u.a. dort zu sichten und na, zu wem gehört das? Klar, den Freimaurern.
Auf dem 2. Bild seht ihr eine prominente Person, die wahrscheinlich jedem noch ein Begriff ist, da sie erst vor paar Jahren verstarb – Dirk Bach. Ebenfalls einer der vielen, die hier ihre Ruhe finden.

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So, ihr Lieben. Wir sind am Ende unseres schnellen Rundgangs durch den Melaten Friedhof angekommen. Ich hoffe, ihr seid jetzt ein Stückchen klüger als am Anfang und seid während des Lesens nicht eingeschlafen, hahaha 😀
Falls ihr daran teilnehmt, bequeme Schuhe wären von Vorteil, denn man läuft nicht immer nur auf gepflastertem Weg und wie schon erwähnt, geht die Führung 2 Stunden lang ohne Unterbrechung.

Übrigens: Wer vielleicht an diesem Wochenende noch keine Pläne hat und Lust auf einen kleinen Kurztrip nach Köln – dann habt ihr die Chance, diese Friedhofsführung in Real zu erleben. Sie findet leider nur in sehr unregelmäßigen Abständen statt. Aber ich sag euch – es lohnt sich!

Genießt diesen herbstlichen Mittwoch ♥Rosy kleinOffizielle Website:   Melaten Friedhof

Termine für die Führung:   Stadt Köln

Verlinkt bei:
Der alte September – Spirellis Allerlei
Mittwochs Mag Ich – Frollein Pfau

Tagesausflug nach Trier

Bonjour Mesdames et Messieurs!
Aujourd´hui je voudrais parler d´excursion à Trier.

Und schon hört es mit meinen Französisch-Kenntnissen wieder auf. Dabei hatte ich 7 Jahre lang Französisch und war in dem Fach eine 1-2 Schülerin. Irgendwie schon traurig, dass nur noch so wenig hängen geblieben ist. Nichtsdestotrotz finde ich, dass es vom Klang her, immer noch eine der schönsten Sprachen ist, die ich kenne.

Heute möchte ich euch ein bisschen von unserem Tag in Trier erzählen und zeigen. Natürlich nicht zu viel, sonst würde es sich für euch nicht mehr lohnen dort vorbeizuschauen. Dabei ist es (meiner Meinung nach) einen Besuch wert. Zumindest für die, die auch gerne Städtetrips machen wie wir.

Trier 1

Nach 3 Stunden Fahrt kamen wir in der wundervollen Stadt Trier an. Allein der Weg dahin ist schon sehenswert. Entlang der Mosel erheben sich wunderschöne Weinberge aus dem Wasser.
Wenn man in die Stadt reinfährt, wird man tatsächlich mit den Worten „Trier – Älteste Stadt Deutschlands“ auf einem Schild begrüßt. Obwohl wir inzwischen wissen, dass das nicht amtlich bestätigt ist.

Trier 2

Wir waren sehr überrascht, dass die Porta Nigra mitten in der Stadt liegt und nicht am Rand. Normalerweise befindet sich eine Eingangspforte eher außerhalb. Aber gerade durch diesen Bruch – Stadtmitte und UNESCO-Weltkulurerbe – wirkte das Tor gigantisch und beeindruckend!
Falls ihr euch entscheidet nach Trier zu fahren, sucht vorher im Internet nach günstigen Parkhäusern. Wir haben für 7 Stunden um die 12 Euro gezahlt.

Trier 3

So sieht die Hinterseite der Porta Nigra aus. Ihr habt es euch bestimmt schon abgeleitet – Porta = Tür und Nigra = schwarz. Das Schwarze Tor steht inzwischen schon über 2000 Jahre und hat bereits sehr viel mitgemacht. Sie war nicht immer nur Eingangspforte, sondern zwischenzeitlich sogar eine Doppelkirche.
Auf diesem Foto sieht man, wie viele Touristen aus aller Welt diese Stadt besuchen. Am meisten hörten wir Niederländisch – gefühlt mehr als Deutsch. Dass wir fast nur Touristen begegnet sind, merkten wir auch daran, dass ab 18 Uhr die typischen Touristenplätze leer gefegt waren.

Trier 4

Der Eintritt in die Porta Nigra kostet für Studenten 2,50 Euro. Wie ihr auf diesem Bild sehen könnt, sind die Treppen inzwischen touristenfreundlich ausgebaut. An den Wänden konnte man immer wieder Muster oder Gesichter entdecken, die dort eingemeißelt wurden.

Trier 5 Trier 6

Hier seht ihr meinen Freund mit seinem treuen Begleiter – der Wasserflasche. Von diesen langen und hohen Gängen gab es einige im Schwarzen Tor.

Trier 7 Trier 8

Wir nahmen an einer „kurzen Stadtführung“ teil, die 75 Minuten lang ging. Studenten zahlen hierfür 5,50 Euro. Die Besichtigung der Gebäuden war nicht beinhaltet, so dass wir im Anschluss noch einmal alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert haben. Was uns aber persönlich sowieso besser gefiel.
Treffpunkt war an der Porta Nigra. Wir hatten einen süßen alten Opi. Leider hat man ihn akustisch manchmal nicht ganz verstanden, weil der Wind uns um die Ohren blies. Von der Porta Nigra liefen wir gemeinsam die Fußgängerzone entlang bis zum Marktplatz.
Auf dem Weg dahin entdeckten wir dieses orientalisch angehauchte Haus, das sogenannte „Dreikönigshaus“. Oben rechts neben den 3 Fenstern war die eigentliche Haustür. So konnten sie sich vor Einbrechern und Belästigungen schützen. Mit Hilfe einer Leiter gelang man hinauf.

Trier 9

Dieser Brunnen wurde nach dem Stadtpatronen Petrus benannt – Petrusbrunnen. Das ist der Herr oben an der Spitze.

Trier 10

Vom Marktplatz ging die Führung weiter Richtung Dom und Liebfrauenkirche. Beides ebenfalls Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Unterwegs kamen wir an einem Camp David Laden vorbei, der echt stylisch eingerichtet ist. So richtig schön britisch! Da musste ich wenigstens das Fahrrad knipsen, hihi.

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Das ist der Trierer Dom und wenn ihr genau hinschaut – rechts befindet sich die Liebfrauenkirche.

Trier 12

So sah der Dom von innen aus. Das besondere hier waren die vielen Mamorelemente – weiß, rot und schwarz.

Trier 13

Die Kerzen fand ich ganz nett, ist mal was anderes. Sonst werden üblicherweise in den meisten Kirchen die normalen Teelichter benutzt.

Trier 14

Wie schon oben erwähnt, steht die Liebfrauenkirche rechts vom Dom. Die Kirche ist aber um einiges kleiner und weniger beeindruckend als der Dom. Der Besuch dieser beiden Sehenswürdigkeiten kostete uns keinen Penny.

Trier 15

Gegenüber der Kirche befand sich eine Gastronomie, die den größten Weinkeller Triers hat. Vor diesem Weingut stand dieses römische Denkmal/Grabstein. Grabsteine hatten damals auch die Funktion den Familienberuf zu demonstrieren und hatten so eine Art werbenden Effekt.

Trier 16 Trier 17

Unser nächster Halt war die Konstantin Basilika. Ebenfalls auf der Liste der UNESCO zu finden.

Trier 18

Von außen gleichte es mehr einer ehemaligen Fabrik. Doch ich muss sagen  – von allen Gebäuden, die wir uns an diesem Tag angeschaut hatten, beeindruckte dieses mich am meisten.

Trier 19

Wenn man drinne stand, strahlte dieser Raum unheimliche Ruhe aus. Man fühlte sich direkt tiefenentspannt und geborgen. Keine Ahnung, woran das lag. Ebenfalls gefielen mir die schwebenden Lampen, die nur an einem dünnen Draht befestigt waren.
Zu diesem Zeitpunkt fand eine Kunstausstellung statt, deswegen sind links und rechts großen Leinwände zu sehen.

Trier 20

Den Ambo fand ich toll! Es passte sich den Lampen an und schwebte ebenfalls durch die Lüfte. Zumindest das Dächlein oben drüber.

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Und diese kleine Sitzecke fand ich ganz schnuckelig, so dass ich sie fotografieren musste. Auch hier ist die Besichtigung kostenfrei gewesen.

Trier 22

Die Stadtführung endete im Schlossgarten. Überall stehen Figuren auf Säulen. Von griechischen Göttern über christliche Figuren, es war gefühlt jeder dabei.

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Als ich das Gesicht sah, musste ich einfach ein Bildchen damit schießen. Irgendwie erinnerte der mich an die Harry Potter Bücher. Leider konnte der liebe Herr nicht sprechen.

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Das war mal das Kaiserbad. Wie ihr selbst sehen könnt, wird in Moment viel restauriert. Es gleicht schon fast einer Ruine.

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Aber davon ließen wir uns nicht abhalten und liefen runter, in das ehemalige Kellergeschoss. Es war ein bisschen wie ein Labyrinth.

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Wieder mein Herzallerliebster mit seiner Wasserflasche. Enge und hohe Gänge und teilweise auch sehr düster, weil es keine Beleuchtungsanlagen unten gab. Ich fand´s cool, weil es so verwinkelt war und man nicht wusste, was nach der nächsten Ecke kommt.

Trier 27

Zum Schluss haben wir uns noch das Amphitheater angeschaut. Der Eintritt kostet 2,50 Euro für Studenten.

Trier 28

Hier finden noch regelmäßig Shows statt und wer möchte, kann sogar mal einen Schnupperkurs machen mit Kostüm und allen drum und dran.

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Yeay, gefühlt das erste Mal im Leben, dass ich die Decke irgendwo berühren kann. Das kommt nicht oft vor bei meinen 1,60 m, haha. Mitten auf dem Platz des Amphitheaters gab es eine Treppe mit der Aufschrift „Eingang“. Also gingen wir runter.

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Unter diesem Platz befindet sich ein Konstrukt aus Felsen, Steinen und Holzbalken. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass alles leicht unter Wasser steht.

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Und zuallerletzt ich auf einem Stück Mauer des Amphitheaters.
Trier ist meiner Meinung nach ein Muss für alle Städtetrip-Liebhaber. Wir hatten uns auch überlegt eine Nacht dort zu bleiben, um am nächsten Tag noch das eine oder andere Museum uns anzuschauen. Aber die Preise sind zu Ferienzeiten unverschämt teuer. Zumindest für uns Studenten.
So, ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die „älteste Stadt Deutschlands“ geben.

War jemand von euch ebenfalls schon dort? Mögt ihr überhaupt Städtetrips oder seid ihr doch eher der Sonne, Strand und Meer-Typ?

Bloomingville Kupfer-Teelichter

Und bevor ich es vergesse: Vor kurzem hat die liebe Julia von Kulissenbummel ein Gewinnspiel ausgeschrieben, an dem ich teilgenommen habe. Es gab wunderschöne Kupfer-Teelichter zu gewinnen. Und siehe da – ich habe zum allerersten Mal in meinem Leben etwas gewonnen! Die Teelichter kamen am Samstag bei mir an. Seitdem bin ich nur noch am Grinsen. Ich wollte gerade schon „als am Grinsen“ schreiben. Da merkt man, in welchem Bundesland ich aufgewachsen bin, haha 😀

Habt alle einen guten Wochenstart ♥
Eure Rosy