Oh, Du wunderschönes Prag!

Ich dachte, es wird mal wieder Zeit, dass ich in eines meiner anderen Ichs schlüpfe… Heute bin ich nicht die kreative Rosy. Auch die kreative Rosy braucht manchmal Abwechslung, damit ihre Kreativität wieder in voller Pracht erstrahlen kann 😉 Heute bin ich Rosy, eure Reiseführerin und zeige euch Prag 🙂 Eine europäische Hauptstadt, die sehr beliebt ist bei Städte-Touris und das auch zu recht!
Na, habt ihr Lust mich zu begleiten? Dann versammelt euch mal alle vor den Bildschirmen… Mach´s dir gemütlich, lehn dich zurück und schon können wir uns los beamen!

Schwarzer Pulverturm – Prag

Hallo und herzlich willkommen in Prag! Sie ist nicht nur die größte Stadt Tschechiens, sondern darf sich auch Hauptstadt dieses Landes nennen 🙂 Mein Name ist Rosy und ich nehm dich mit! Wohin? Na, auf den Städte-Urlaub, den mein Liebster und ich hier gemacht haben! Dieser fand vor ziemlich genau 3 Jahren statt – September 2013!
Leider war das Wetter zu dem Zeitpunkt nicht so sonnig, wie es in diesem Jahr der Fall war/ist! Aber das hat uns nicht daran gehindert, diese wunderschöne Stadt zu erkunden. Ganze 5 Nächte haben wir hier verbracht und im Nachhinein würde ich sagen: Es war auch gut so! Denn die Stadt hat so viel zu bieten 😀
Auf dem ersten Bild seht ihr den Prager Pulverturm. In diesem Turm wurde irgendwann in der Vergangenheit Schwarzpulver gelagert – daher auch der Name 🙂
Wenn ihr durch den durchlauft, dann wisst ihr: Entweder ihr betretet gerade die Altstadt Prags oder ihr habt sie gerade verlassen!

Wenzelplatz – Prag

Da wir am ersten Tag noch etwas die Stadt erkunden wollten, um eine grobe Orientierung zu bekommen, kamen wir auch am Wenzelplatz vorbei. Dort gab es diese Mauer aus Mauerziegeln. Man konnte sich für einige Euros einen kaufen und diesen nach Herzenslust bemalen und beschriften. Am Ende einfach dazustapeln. Solche Kunstwerke find ich immer faszinierend – da viele Menschen daran beteiligt sind und wenn man es sich genauer anschaut, merkt man, was für eine bunte Mischung das ist! Gefühlt hat sich jede Nation dort einmal verewigt 🙂
Ob es sich immer noch dort befindet, weiß ich nicht… Vielleicht weiß jemand von euch mehr drüber?

Altstädter Rathaus – Prag

Selbstverständlich sind wir auch ins Zentrum, die Altstadt Prags geschlendert. Hier kann man an jeder Ecke etwas Schönes und/oder Historisches sehen und entdecken *-* Klar, es ist inzwischen auch sehr touristisch dort mit all den Restaurants, Touri Läden etc. – aber denen muss man ja auch keine Beachtung schenken, wenn man nicht möchte, höhö ;D Und sooo unfassbar viele Touristen aus aller Welt kamen hier zusammen – gefühlt konnte man einfach eine Nation rufen und aus irgendeiner Ecke hätte jemand ‚Hiiier!‘ gerufen 😀
Ach ja, noch ein kleiner Tipp: Wenn ihr euch nur in der Alstadt bewegen solltet: Es ist alles so nah aneinander – Metro ist wirklich überflüssig. Auf der Karte wirkt es gerne paar Kilometer weit entfernt. Aber in Wirklichkeit sind es dann vielleicht gerade mal 50 – 100 m! Was aber nicht heißen soll – ihr solltet auf so eine Metro-Fahrt verzichten. Im Gegenteil: Schaut euch ruhig so eine Metro an. Man kann sich das in Deutschland gar nicht vorstellen – soooo tief und steil die Rolltreppen 😉
Jetzt labere ich wieder von allem möglichen, aber nicht von dem Objekt aufm Bild. Also, dort könnt ihr das Altstädter Rathaus von der Seite sehen. Viele kennen meist die Vorderseite mit der astronomischen Uhr 🙂

Altstädter Rathaus – Prag

Selbstverständlich haben wir uns es nicht nehmen lassen und sind auch den Turm hochgestiegen. Erst war es ein normales Treppenhaus mit solchen Türen bzw. Toren, wie links im Bild zu sehen.
Irgendwann kam man dann in den oberen Teil. Da hatte man 2 Möglichkeiten: a) man läuft zu Fuß an den Wänden entlang oder b) man benutzt das Ding rechts im Bild zu sehen – was nichts anderes darstellt als einen Fahrstuhl.
Wenn ich mich recht erinnere, sind wir sowohl hoch- als auch runter gelaufen. Denn wir wollten uns das Rumgequetsche im Aufzug ersparen. Der Weg war aber alles andere als anstrengend 🙂

Altstädter Ring – Prag

Oben angekommen, hat man eine wunderbare Aussicht über die Altstadt *-* Wenn man sich das Bild so betrachtet, hat man ein bisschen das Gefühl, als wäre es eine kleine Modellstadt mit vielen kleinen Figuren 😀 Das ist übrigens der Altstädter Ring mit dem Jan Hus Denkmal in der Mitte. Jan Hus kristisierte Anfang des 15. Jahrhundert die katholische Kirche und wurde aus diesem Grund später aufm Scheiterhaufen verbrannt…

Teynkirche – Prag

Und wenn man schon so eine gute Aussicht hat, kann man auch gleich vom gegenüberliegenden Gebäude ein Foto schießen, nicht wahr!? 😉 Diese Kirche, die gefühlt komplett zugebaut ist auf allen Seiten, bis auf die kleine Gasse da links, heißt Teynkirche. Diese wurde selbstverständlich von uns besucht – leider konnte bzw. durfte man in der Kirche selbst keine Bilder schießen… Aber es ist auf jeden Fall ein Besuch wert, falls ihr da mal hinkommen solltet 🙂

Astronomische Uhr – Prag

Ahh, da ist sie ja: Die astronomische Uhr am Altstädter Rathaus 🙂 Einer der Touristen-Magnete schlechthin! Vor allem, wenn die volle Stunde schlägt. Denn dann tauchen mit Melodien einige Figuren aus der Uhr auf – wie bspw. die 12 Aposteln oder der Hahn 🙂

Wachsmuseum: Pablo Picasso – Prag

Wir zogen weiter. Wir brachen auf und wollten die Altstadt verlassen, entdeckten aber zunächst das Schokomuseum *-* Wer mich kennt, weiß, da kann ich nicht widerstehen. Also schwups, kleiner Abstecher zum Schokomuseum. Gleich nebenan gab es noch das Wachsmuseum. Da ich noch nie in einem war, wollte ich es mir mal anschauen 😀 Picasso was my man! Alle anderen standen meist nur langweilig rum, haha ;D

Prag

Am nächsten Tag stand die Prager Burg aufm Plan. Um dahin zu kommen, mussten wir erst einmal zur Karlsbrücke gelangen. Dieses Foto entstand beim Spaziergang dorthin. Wie man auf dem rechten Bild sieht, bin ich zu inkompetent, um in die Kamera zu schauen, hahah ;D

 

Karlsbrücke – Prag

Da sind wir inzwischen auf der Karlsbrücke, die über die Moldau führt. Über meinem Kopf im Hintergrund könnt ihr die Prager Burg sehen. Das war unser Ziel. Da wollten wir hin 🙂

Ehrenhof – Prag

Nach einem kleinen Fußmarsch haben wir es geschafft – sind oben an der Prager Burg angekommen 🙂
Im Hintergrund seht ihr den Ehrenhof. Hier findet stündlich eine Wachablösung der Burgwache statt. Ach, und was ich noch erwähnen sollte: In Prag, vor allem an den ganzen typischen Touristen Hot Spots und Innenstadt, können alle Tschechen irgendwie Deutsch. Zwar nicht so flüssig – aber man kann sich mit denen verständigen. Also aufpassen, falls ihr irgendwie auf Deutsch über die Leute lästern wollt, hahaha ;D

Veitsdom – Prag

Wir haben die Prager Burg betreten. In der Burg steht der Veitsdom. Er ist wahnsinnig groß – ist, glaub ich, sogar das größte Kirchgebäude Tschechiens. Auch hier haben wir die Kirche von Innen besichtigt – aber Fotos waren nicht erlaubt…

Prag

Wir sind noch etwas auf der Burg rumgelaufen. Man hat hier eine fantastische Aussicht auf die Stadt *-*

Prager Burg – Prag

Jetzt stand aber erst einmal runterkommen von der Burg auf dem Plan. Wir entschieden uns für die Treppenvariante. Es gab noch den einen oder anderen Weg, den man hätte nehmen können 😉

Prag

Aufm Weg nach unten fand ich diese Stelle und musste mich erst einmal ablichten lassen 😀 Seht ihr die verschiedenen Blautöne, die ich miteinander kombiniert habe!? 😀 Man könnte meinen, ich habe an diesem Tag mich nicht im Spiegel betrachtet *mit den Händen vor die Augen klatsch*

Wenzelplatz – Prag

Durch Zufall kamen wir nach einiger Zeit wieder beim Wenzelplatz an. Ganz oben auf den Berg fällt der Blick aufs Nationalmuseum. Ich war vor knapp 10 Jahren schon einmal mit meinen Eltern hier. Damals konnten die Autos noch überall rum fahren. Inzwischen ist das hier Fußgängerzone 🙂

Nationalmuseum – Prag

Leider hatte das Nationalmuseum zu dem Zeitpunkt geschlossen. Es wurde umgebaut… Na, dann beim nächsten Mal vielleicht. Übrigens: Vermeidet Cafés an solchen Stellen – wir haben stolze 36 Euro gelatzt für 2 Espressi und 2 Wasser :O Ich hab ja im ersten Moment gedacht, ich sehe nicht richtig… Sowas von in die Touristen-Falle getappt, düdüüüüm 😀

Franz Kafka Denkmal | Denkmal an die Opfer des Kommunismus

Noch am gleichen Tag entdeckten wir diese Statue links: Das Franz-Kafka Denkmal! Obwohl der Schriftsteller mir in der Schulzeit gar nicht zusagte – mochte seine Storys einfach nicht so…
Letzter Tag in Prag: Ausgeschlafen und ausgeruht, liefen wir los. Aufm Weg zum Petrin (ganz am Anfang) begegeneten uns diese 5 männlichen Statuen. Diese sollen an die Opfer des Kommunismus erinnern.

Petrin – Prag

Nach einiger Zeit und kleinen Umwegen durch den Wald, kamen wir oben am Petrin, dem Mini-Eiffelturm an. Im Vergleich zum Eiffelturm (342 m) beträgt die Höhe des Petrins nur 63,5 m 🙂

Prag

Nichtsdestotrotz hat man hier einen fantastischen Ausblick! Da, auf dem Bild seht ihr den Veitsdom in der Prager Burg.
Und mit diesem Bild beenden wir unsere Reise nach Prag! Es war schön, dass ihr mir aufmerksam gefolgt seid und dabei wart! Ich hoffe, wir sehen uns bei der nächsten Reiseführung wieder 🙂
Bis dahin euch allen eine tolle Zeit und genießt den Spätsommer :*

Ach, übrigens schicke ich diesen Blogpost wieder zu der lieben Yvonne und mache damit bei einer weiteren Runde Reiseglück mit! Dort gibt es auch noch weitere Beiträge von anderen Bloggern über Prag 🙂

Rosy klein

DIY Kaktus aus Draht und das Ullambanafest

Na, wie habt ihr diese Hochsommerwoche so verlebt? Ich hoffe, ihr seid alle noch am Leben und nicht einfach nur dahingeschmolzen!? Wart nicht nur mit Arbeit beschäftigt, sondern konntet auch die Sonne genießen ;D
Und was hat klein Rosy bei diesen hohen Temperaturen gemacht? Ja genau, sich in die Küche gestellt und gebacken… Häh? Was stimmt denn mit der nicht?

DIY Kaktus aus Draht

Aber ich hatte einen ganz besonderen Grund. Seit knapp 2 Monaten hab ich Brüderchen nicht gesehen, da er in seinen Staatsexamensvorbereitungen steckte. Und ja, für uns ist das schon ungewöhnlich… Ich glaube, so lange haben wir uns noch nie nicht gesehen… (Ich liebe doppelte Verneinungen, hihi 😀 ) Außerdem war sein Geburtstag an diesem Wochenende und sein Wunsch war unter anderem einen selbstgebackenen Kuchen.
Da er eher der Sauer-Typ ist – kann man mit Zitrone & Co. bei ihm nie was falsch machen. Also entschied ich mich mal für Limette und backte (oder war das doch buk?! 😀 ) Limetten Cupcakes 🙂

DIY Kaktus aus Draht

Klingt nicht nur gut, schmeckt auch lecker und passt zum Sommer 🙂 Da ich nur komplizierte Rezepte im Netz fand, schickte mir die liebe Mareen schnell ihres rüber – wie gut, dass es die Bloggerwelt gibt, hihi 😉 Auch hier noch einmal vielen Dank dafür, meine Liebe :*
Neben backen, haben wir gestern Mittag mit meiner Familie einen kleinen Ausflug nach Frankfurt gemacht. Aber nicht wie die Mehrheit der Leute zum Museumsuferfest. Dieses Jahr sind wir zur buddhistischen Pagode aufgebrochen 🙂

DIY Kaktus aus Draht

Denn dort fand das Ullambanafest statt. Ulla-… Was?!? Das ist eine Andachtsfeier für die Verstorbenen. Klingt jetzt nach Trauer. Aber wenn man das Fest besucht, dann herrscht da alles andere als Traurigkeit. Dieser Tag lässt einen großen Teil der vietnamesischen Community zusammen kommen. Man redet, isst, genießt das Zusammensein und lässt sich vom Bühnenprogramm unterhalten 🙂 Ok, das Bühnenprogramm oder die Musik ist nicht immer jedermanns Geschmack – aber so ist das ja meistens auf solchen Veranstaltungen 😉

DIY Kaktus aus Draht

Es gibt ganz viele vietnamesische Köstlichkeiten – alles selbstverständlich vegetarisch, gehört schließlich zum Glauben. Vieles von dem, was dort angeboten wird, kenn ich gar nicht… Aber ich merke immer wieder aufs Neue, dass ich nicht die einzige Vietnamesin bin, die da so ahnungslos ist, höhö 😀
Das eine oder andere wird dann probiert und für gut oder auch nicht gut befunden, haha ;D
Von Jahr zu Jahr kommen auch immer mehr Nicht-Vietnamesen zu dieser Feier. Manchmal, weil die sich für die Kultur interessieren, andere schauen aus Neugier vorbei – aber was ich toll daran finde: Alle sind offen für was Neues 🙂 So sollte es sein!

DIY Kaktus aus Draht

Neben Essen und Bühnenprogramm – führen die Mönche ihre Rituale durch. Ach ja, hab ich eigentlich gesagt, wofür dieser ganze Aufwand? Wie bereits oben erwähnt, soll der Tag an unsere Verstorbenen erinnern. Menschen, die bereits aus unserem Leben gegangen sind. Sie sollen nicht in Vergessenheit geraten. Viele Vietnamesen, die mehr davon verstehen, gehen von einem Altar zum nächsten. Zünden Holzstäbchen an, stecken sie in so einem dafür vorgesehenen Behälter und stellen sich davor. Dann wird gebetet. Hierbei gibt es zwei verschiedene Sorten von Gläubigen. Aber ich glaube, darüber werde ich ein anderes Mal berichten, denn mit den Bildern von den Örtlichkeiten und Gegenständen, kann man das Ganze viel besser verstehen 😉

DIY Kaktus aus Draht

Lasst uns übers heutige Projekt sprechen. Ich habe ja viele Lieben 🙂 Hahaha, klingt das bekloppt, aber was ich damit meine: Pastell-Liebe, Wolken-Liebe, Kupfer-Liebe etc. *-* Ihr wisst, was ich meine. Heute erfahrt ihr noch eine weitere Liebe, die ich habe: Kaktus-Liebe!
Jawoll, das grüne Gestrüpp, das selbst mit wenig Beachtung überleben kann 😀 Nun wollte ich was mit Draht machen, den ich letztens beim Umzug wieder gefunden habe. Ich hab ihn mir mal in der 11. Klasse für ein Kunstprojekt gekauft – aber nie benutzt, weil es nichts wurde, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber was kann man mit Draht Tolles anstellen?!? Da fiel der Gedanke irgendwie auf Kaktus. Und so entstand ein 3D DIY Kaktus aus Draht 🙂

DIY Kaktus aus Draht

Ich bin entzückt, wie gut das geklappt hat 🙂 Denn es ist von der Erscheinung schlicht, aber doch auffällig, weil es eben anders ist! Und dafür, dass ich das erste Mal mit Draht gearbeitet habe, kann es sich doch sehen lassen, oder? 😉
Ich habe euch sogar eine kleine Vorlage erstellt, falls ihr euch genau so einen kleinen DIY Kaktus aus Draht basteln wollt 🙂 Wer ihn größer haben möchte, muss es halt größer ausdrucken 😉
Wisst ihr, was mir während des Bastelns auffiel – der kleine Kaktus von beiden gleicht mehr einem Boxhandschuh als einem Kaktus, düdüüüm 😀

DIY Kaktus aus Draht

Du brauchst:
Vorlage [hier]
Draht
Washi Tape
Seitenschneider (linke Zange)
Spitzzange (rechte Zange)

DIY Kaktus aus Draht DIY Kaktus aus Draht

    • zuerst den Draht  – an der Vorlage orientiert – biegen
      • fange am besten unten rechts in der Ecke an
      • damit der Draht auch an Ort und Stelle bleibt, kannst du ihn abschnittsweise mit Washi Tape an der Vorlage festkleben
    • an ‚kleinen‘ Kurven benutzt du am besten  die Spitzzange zum Biegen

DIY Kaktus aus Draht DIY Kaktus aus Draht

    • wenn du einmal rumgekommen bist, dann schneidest du unten rechts den Draht ab
    • nimm dir Die Spitzzange zur Hand und biege die beiden Enden wie in Abb. 4

DIY Kaktus aus Draht DIY Kaktus aus Draht

    • so sollte es aussehen
    • hake die beiden Enden ineinander

DIY Kaktus aus Draht DIY Kaktus aus Draht

    • drücke die beiden Enden mit der Spitzzange zusammen, so dass sie nicht mehr verrutschen können
    • nun erstellst du noch einen 2. Kaktus – sprich wiederhole Schritt 1 – 7 noch einmal

DIY Kaktus aus Draht DIY Kaktus aus Draht

    • schneide dir jetzt mind. 4 gleich lange Drahtstücke ab
      • mindestens 4 cm lang sollten sie sein
    • biege die Enden jeweils um

DIY Kaktus aus Draht DIY Kaktus aus Draht

    • befestige dieses Stück Draht nun verteilt am Kaktus
      • dranhängen und einfach fest mit der Spitzzange zudrücken, so dass er nicht mehr verrutschen kann
    • verteile die restlichen Drahtstücke um den Kaktus herum und befestige sie, wie in Schritt 11

DIY Kaktus aus Draht

    • nun musst du nur noch den 2. Kaktus daran befestigen
      • benutze auch hier die Technik von Schritt Nr. 11

DIY Kaktus aus Draht

Das Ganze Drahtgestrüpp aufstellen und schon habt ihr euren eigenen DIY Kaktus aus Draht 🙂 Es kann bei den letzten Schritten ein bisschen fummelig werden, aber vielleicht lag es bei mir auch daran, weil ich noch nie mit Draht und Zangen gearbeitet habe 😉
Übrigens: Da ich noch nie mit Zangen zu tun hatte und mich noch nie damit beschäftigt habe, musste ich die richtigen Begriffe für diese Zangen googlen. Ich hoffe, ich habe richtig gegooglet, haha 😀 Falls nicht, sagt ruhig Bescheid!

DIY Kaktus aus Draht

Ob aufm Sideboard oder für eine Garten-Motto-Party – diese kleinen DIY Kakteen aus Draht machen auf jeden Fall eine gute Figur *-* Oder was denkt ihr? 🙂
Jetzt wisst ihr nicht nur, wie man so einen 3D DIY Kaktus aus Draht erstellt, sondern auch was hinter dem Ullambanafest steckt – zumindest, dass es existiert, höhö ;D
Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche euch allen noch einen entspannten Sonntag mit ganz viel Freude ♥

Rosy klein

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Wien + typische ich-war-dort-schau-mal-Fotos und ich habe geinstagram storied

Jaa, wo fange ich heute denn mal an? Ah, ich weiß: Instagram-Stories! Jetzt hat mich die Neugier doch etwas gepackt und ich habe mal geinstagram storied ;D  Das Wort gibt es nicht!? Na, dann kennt ihr mich schlecht – in meinen Spachgebrauch schon, höhö! Ich habe mir noch nicht so viele Gedanken drüber gemacht, wie ich das genau einpflegen möchte – ob als Ergänzung zum Blog mit Behind the Scene Stories oder um euch ab und zu mit in meinen Alltag zu nehmen. Ich schau einfach mal, was sich so ergibt… Auf jeden Fall habe ich euch dort erzählt, dass ich gerade dabei bin, den nächsten Blogpost vorzubereiten. Es wird wieder kultureller, denn heute möchte ich euch mit nach Wien nehmen *-*

Stephansdom Turm Wien

Dieser Beitrag ist schon sehr lange geplant und ich hab´s immer vor mir her geschoben. Aus einfachem  Grund: Der Gedanke an diese schrecklichen Fotos!
Allein schon, dass da die Daten links unten im Bild angezeigt werden, das sagt doch schon alles über meine Inkompetenz, hahaha 😀 Baah, wieso hatte ich diese dumme Einstellung drinne? Man weiß es nicht und es lässt sich auch nicht mehr investigieren… Jung, naiv, ignorant – vielleicht von Allem ein bisschen ;D
Und sich durch solche Fotos durchzuarbeiten, braucht viel Nerven – zumindest für mich^^
Damals habe ich Fotos aus einer ganz anderen Sichtweise gemacht: Huhuu, schaut mal – hier waren wir!  Und hier waren wir und dort! Es ging nicht um das Ästhetische oder darum das Objekt toll einzufangen… Deswegen entstanden auch viele Fotos beim Gehen/Laufen und das meine ich wortwörtlich 😀

Wien

Aber lasst uns doch einfach mit der Reise anfangen. Es fing mit dem 27. März 2012 an. Wir haben nachmittags Brötchen und paar Snacks für die Fahrt gekauft. Fahrplan ausgedruckt. Taschen gepackt. Hatten alles vorbereitet für die 8-stündige Autofahrt. Wir haben alles bis ins kleinste Detail durchgeplant, wie diese Hinfahrt aussehen und werden sollte. Deswegen kamen wir auf die grandiose Schlussfolgerung: Wir fahren am 27. März 2012 um 22 Uhr aus der Vorstadt von Frankfurt am Main los! In 8 Stunden, sprich, ca. 6 Uhr morgens, kämen wir in Wien an. Gehen irgendwo lecker frühstücken und kunden schon einmal  die Umgebung Nähe Hotel aus und um 10 Uhr checken wir dann im Hotel ein.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Wir waren jung, naiv und ignorant! 😀
Wir warteten also bis 22 Uhr und fuhren los. Nach 1 1/2 Stunden Fahrt, machte ich schlapp, so dass mein Liebster das Lenkrad übernehmen musste. In der Vorstellung würde er 1-2 Stunden fahren und ich ihn dann ablösen – hahahaha, you wish 😀 Kurz: Er musste die restliche Fahrt übernehmen, weil klein Rosy so gar nicht aus den Puschen kam 😀 Völlig übermüdet dort angekommen, fragten wir im Hotel nach, ob wir schon früher einchecken könnten. Da hieß es nur mit einem kleinen Upgrade von 10 Euro die Nacht. Ehrlich, in dem Moment war uns so gut wie alles recht. Also, Zimmer genommen, frisch gemacht und los ging die Tour 🙂
Wir wohnten ca. 2 Minuten zu Fuß vom Prater entfernt. Also erkundeten wir den zuerst. Leider habe ich keine brauchbaren Fotos gemacht – sind irgendwie alle verschwommen. Ihr erinnert euch: Fotos im Gehen!? 😀 Aber ich denke, davon gibt es ja genug Bilder im Netz, die man bestaunen kann 😉
Wir liefen weiter und kamen an die Donau. Dort entstand auch dieses Bild von mir, haha 😀 So sehe ich also 4 Jahre jünger und nach einer fertigen Nacht aus. Ach, und meine Allergie nicht zu vergessen – die gab mir den Rest an dem Tag…

Franz-von-Assisi-Kirche Wien

Nachdem wir an der Donau dinniert hatten, liefen wir weiter – planlos durch die Gegend und kamen an dieser Kirche vorbei. Das ist die Franz-von-Assisi-Kirche. Ehrlich gesagt, kann ich mich an keine Details bzw. Besonderheiten mehr erinnern, außer dass wir uns auf jeden Fall das Ganze auch von Innen angeschaut haben 😀
Irgendwann gegen Spätnachmittag suchten wir dann einen Supermarkt auf, kauften bisschen Proviant ein und gingen früh schlafen. Nach dieser Hinfahrt war Schlaf auch bitter nötig! ;D
Kinder, auch wenn ich erst Mitte 20 bin – eins habe ich in meinem Leben gelernt: Nachts durchfahren ist eine dumme, sehr dumme, ganz dumme Idee – auch für junge Menschen 😀

Stephansdom Miniatur Wien

Am nächsten Tag ging es mit der U-Bahn zum Stephansdom. Ah halt! Da muss ich euch noch kurz etwas erzählen. Wir am Morgen aufgewacht und uns seelenruhig fertig gemacht. Auf einmal höre ich so eine Alarmanlage. Nach 5 Minuten Daueralarm schaute ich aus Fenster – aber entdeckte kein Auto, welches diese Geräusche von sich geben könnte. Da es mir aber inzwischen leicht auf die Nerven ging, schloss ich das Fenster… Leider konnte man es immer noch genauso gut hören wie vorher. Wenn nicht sogar noch ein Tickchen lauter. Wir uns nichts dabei gedacht – bis wir eine halbe Stunde später in den Hotelflur gehen…
Uups, das war der Feueralarm des Hotels, der da die ganze Zeit vor sich hin läutete 😀 Überall haben die Putzfrauen ihre Sachen stehen und liegen lassen und die Gänge waren menschenleer. Unten an der Rezeption schauten uns die Hotelleute leicht skeptisch an. Zum Glück war es nur eine Probe – sonst wären wir wohl schon längst verbruzelt, hahaha 😀
Zurück zum Rundgang: Stephansdom und U-Bahn. Das fand ich ja genial an Wien: Alle paar Minuten fuhr eine Bahn. Sprich, selbst wenn man seine eigene Bahn verpasste – 2 Minuten später kam schon die nächste, die in die gleiche Richtung fuhr. Den Stephansplatz haben wir in den paar Tagen gefühlte 100 Mal überquert. Er liegt halt mega zentral und von dort aus, kommt man überall hin!
Das aufm Bild oben ist also eine Mini-Ansicht vom Stephansdom 🙂

Stephansdom Turm Wien

Wir haben uns natürlich nicht nehmen lassen und sind den Turm hochgekrachselt 😀 War aber halb so wild. Wie es gewöhnlich ist für solche Türme – bekommt man ab einer bestimmten Höhe einen Drehwurm, zudem wird es nach oben hin immer enger…

Stephansdom Turm Wien

Zwischendurch habe ich kleine Stops eingelegt und aus den Seitenfenstern geschaut. Dabei entdeckte ich, dass der Stephansdom von oben ganz anders aussieht als gewöhnliche Doms. Seht ihr das links? Das Dach? Wie bunt und geometrisch 🙂 Oder ist das was ganz normales bei einem Dom, nur kenne ich das wieder nicht?!? Wäre nicht das erste Mal, das für mich etwas neu ist ;D

Stephansdom Turm Wien

Oben angekommen hat man einfach eine wunderbare Aussicht über diese fabelhafte Stadt. Je nachdem, in welche Himmelsrichtung man schaute – konnte man wunderbare Sehenswürdigkeiten und Gebäude entdecken 🙂

Stephansdom Wien

Das war der Eingang zum Stephansdom. Wir haben uns natürlich nicht nehmen lassen, auch da mal einen Blick reinzuwerfen. Wie ihr auf diesem Bild seht – Wien ist eine sehr volle Stadt. Voll von Menschen – sowohl, Bewohner als auch Touristen, überall. Aber da mich Menschenmassen nicht so stören, fand ich das auch nicht schlimm 😉

Stephansdom Wien

Hier befanden wir uns im Stephansdom.

Stephansdom Wien

Links noch einmal ein Bild vom Stephansdom von unten bis oben.
Heute bin ich echt eine grottenschlechte Stadtführerin, denn ich weiß nicht mehr, was das rechts aufm Bild für eine Statue ist. Das Einzige, was ich noch weiß, das Ding steht ebenfalls am Stephansdom 😀

Wien

Hier paar kleine Eindrücke, wie es sonst noch so in Wien aussieht. Wir waren gerade aufm Weg zur Hofburg. Ich finde, solche Gebäude haben unheimlich viel Charme – ich mag das 🙂

Hofburg Wien

Das ist sie: Die Hofburg – kennen bestimmt viele schon! Man sieht sie oft – sei es in einer Doku oder von Postkarten! 🙂

Hofburg Kutsche Wien

Übrigens: Für alle, die auf sowas stehen – hier kann man sich durch die Gegend kutschieren lassen. In einer richtigen Kutsche vom Pferd 🙂 Haben wir selbst nicht gemacht – für´s Studentenportmonaiee war´s doch ein Tickchen zuviel…

Hofburg Wien

In der Hofburg selbst, haben wir uns die Silberkammer angeschaut. Durchspaziert, passt wahrscheinlich besser. Auch, wenn ich Geschirr und Porzellan schön finde und sogar selbst das eine oder andere Service besitze – aber so ein ganzes Museum damit, ist nicht sooo gaaaanz meins 😉
Was man auf jeden Fall bei der Hofburg mitmachen sollte: Die Sissi-Führung 🙂 Ich war und bin jetzt kein Sissi-Fan – aber ihr Leben selbst war richtig interessant. Was für Diäten und Schönheitskuren die durchgezogen hat – da können die heutigen Stars, mit Vogelkacke ins Gesicht klatschen, einpacken 😀
Leider durfte man keine Fotos im Sissi-Museum machen, aber ich denke, wenn ihr mal in Wien sein solltet, müsst ihr da unbedingt vorbeischauen 🙂 Es lohnt sich!

Schloss Schönbrunn Wien

Am 3. Tag brachen wir zum Schloss Schönbrunn auf. Leider war es nicht mehr so schön sonnig, wie die letzten Tage, aber das hielt uns nicht davon ab, darum zu laufen 🙂

Schloss Schönbrunn Wien

Auch gab es hier eine mega interessante Führung, bei der wir mit von der Partie waren – aber Fotos waren wieder mal verboten. Da Schloss Schönbrunn im Vergleich zur Hofburg etwas mehr abseits lag – gab es hier eine riesige Grünanlage 🙂

Figlmüller Wien

Und wenn wir schon einmal in Wien sind – müssen wir auch Wiener Schnitzel essen. Irgendwo haben wir gelesen, wir sollen zum Figlmüller. Es war ganz versteckt in so eine Mini-Gasse und wir mussten auch kurz draußen warten, weil der Laden so voll war. Drinne angekommen, war es sehr rustikal eingerichtet und eng – aber sehr gemütlich 🙂 Ich mochte es.
Was ich beichten muss: Ich mag eigentlich gar keine Schnitzel! Noch nie, noch nicht mal als Kind. Ich esse es zwar, aber nicht so mit einer Leidenschaft wie die Mehrheit der Leute.

Figlmüller Wiener Schnitzel

Auf jeden Fall saßen wir drinne und wir haben Weißwein in diesen Bierkrügen bekommen 😀 Passte sehr gut zur Einrichtung und zum Essen! Das Schnitzel war jetzt nicht der oberhammer, außer dass es groß war, wie man sieht. Das was bei uns, heute würde man sagen #Foodporn Gefühle ausgelöst hat, war der Erdäpfel-Vogerl-Salat *-* Der war sooo gut, dass wir die Schnitzel nicht mehr aufgegessen haben, stattdessen noch 2x Salat bestellten, höhö ;D

Café Central Wien

Zum Abschluss waren wir noch in diesem Café Central. Das Ambiente war toll – man hat sich ein bisschen zurück versetzt gefühlt in eine vergangene Zeit 🙂
Also zusammenfassend kann ich sagen: Wien ist eine wunderschöne Stadt – eine der schönsten Städte, die ich je in meinem Leben gesehen habe bis jetzt 🙂 Eine Stadt, in die ich auf jeden Fall noch einmal will, um mir den Rest anzuschauen. Wir haben schließlich nur einen Bruchteil geschafft.
Mit Wien verbinde ich außerdem die erste gemeinsame Reise mit meinem Freund *-* Wir haben dort 3 Nächte verbracht – was sich im Nachhinein für uns persönlich als viiiel zu kurz herausstellte. Wir haben die Reise nämlich mit den Gedanken geplant: Eine Städtereise – da sind doch 3 Tage mehr als genug! Aber lasst euch gesagt sein, nicht für Wien – vor allem, wenn ihr so kulturinteressiert seid wie wir 😉

Mit diesem Beitrag mache ich bei der tollen Linkparty Reiseglück von Yvonne mit – hier sammelt sie alle Blogposts über Wien 🙂 Also, wer noch weitere Berichte lesen mag, hüpft rüber 😉

Rosy klein

DIY Geburtstagspaket und vietnamesische Geburtstage

Einmal im Jahr kommt der Tag. Der ganz besondere Tag. Der Tag, an dem all deine liebsten Menschen an dich denken. Ja ok, es gibt auch diejenigen, die es immer aufs Neue vergessen – aber die vergessen nicht nur deinen, sondern genauso die anderen ;D Mhmm… Obwohl seit es Facebook gibt und wenn man dort angemeldet ist, ist die Quote bestimmt gesunken, höhö ;D
Also, ihr wisst, was ich meine und ihr wisst auch, von welchem Tag ich spreche: Geburtstag!

DIY Geburtstagspaket

Der Tag, an dem man das Licht der Welt erblickt hat. An dem man seinen ersten Atemzug gemacht hat. Der Tag, an dem man zermatscht und blu… Hach, lassen wir es lieber – das wird unappetitlich *räusper* 😀
Auf jeden Fall wird dieser Tag jedes Jahr aufs Neue gefeiert, daran erinnert – wann der Tag der Geburt war.
Und hey, wisst ihr was mir aufgefallen ist? Ihr erinnert euch noch sicherlich daran, dass ich ein Mädchen bin, die in Deutschland lebt und geboren wurde, aber vietnamesische Wurzeln hat 🙂
Ich wollte ab und zu mal erzählen, wie es so ist, mit einem etwas anderen Hintergrund hier in Deutschland aufzuwachsen. Da eignet sich das Thema Geburtstag ganz prima 😀

DIY Geburtstagspaket

Fangen wir doch bei der Geburt an. Hier in Deutschland kommt das Baby raus, fängt an zu kreischen und der nächste große Tag, an dem es von allen gefeiert wird, wäre entweder der 1. Geburtstag oder die Taufe, für all die Kinder, die christlich erzogen werden sollen.
Ja, aber wie ist das wohl bei uns Vietnamesen? Zunächst einmal zählen wir ganz anders. Also, nein. Das ist jetzt falsch formuliert bzw. falsch zu verstehen. Wir benutzen auch in Vietnam ganz normal das Dezimalsystem: 1, 2, 3, 4, 5,… In diesem Zehnersystem halt.
Was ich meine, ist: Wir zählen die Lebensjahre anders. Man lebt praktisch ab dem Tag der Erzeugung. Sprich, am Tag der Geburt ist man nicht 0 Jahre alt, sondern schon 1 Jahr alt. Kommt ihr noch mit? 😀
D.h. nach vietnamesischer Zählung ist man immer ein Jahr älter 😀

DIY Geburtstagspaket

Ich muss zugeben, dass man in Vietnam das Alter auf diese Art und Weise zählt, habe ich erst mit 8 Jahren erfahren/mitbekommen. Denn im zarten Alter von 8, war ich das erste Mal in Vietnam.
Bei all meinen Verwandten: Ururomi (die lebte damals tatsächlich noch), meine Uromas und Uropas, Großeltern, 30 Großtanten und -onkeln, 50 Tanten und Onkeln, 100 Cousinen und Cousins 😀 Sind grob geschätzte Zahlen, die aber ganz gut hinkommen, ohne dass ich es übertreibe… Inzwischen sind es ja noch mehr, weil viele meiner Cousinen und Cousins schon geheiratet haben und die nächste Generationen auch schon überall rumsprießt und rumhüpft, hihi 😀
Ob ich den Überblick schon verloren habe, fragt ihr euch?!? Ich noch nicht – aber mein Bruder schon, hahaha 😀

DIY Geburtstagspaket

Auf jeden Fall fragte mich eine meiner Großtanten nach meinem Alter und mein Papa sagte ihr: „9.“ Und ich war, wie man halt als 8-jährige ist, wütend. Mein Papa wusste mein Alter nicht! Also widersprach ich: „Ich bin 8!“ Da fragte meine Großtante nett: „In welchem Jahr bist du denn geboren, Liebes?“
Nach kurzem Nachdenken, sagte sie ebenfalls: „Dann bist du 9.“ Ich so: „Häh? Warum?“ Und rechnete sogar vor.  Da erklärte sie es mir. Also, in Vietnam bin ich immer ein Jahr älter als hier 😀 Damit kann ich inzwischen leben.
Das änderte trotzdem nichts daran, dass ich diesbezüglich anfangs noch überfordert war. Wie antwortet man in den vietnamesischen Kreisen in Deutschland, wenn man nach seinem Alter gefragt wird? Man weiß halt nie, wie die denken. Ob sie da inzwischen das deutsche System verinnerlicht haben oder immer noch dem vietnamesischen System folgen 😀 Am besten antwortet man immer mit dem Geburtsjahr, hahaha 😀

DIY Geburtstagspaket

Dann gibt es noch etwas Besonderes im Zusammenhang zu Geburtstagen in unserer Kultur. Vielleicht kann man es ein bisschen mit der Taufe vergleichen, aber es hat nichts mit Religion oder Glauben zu tun. Das praktiziert eigentlich jede vietnamesische Familie bis heute noch. Auch hier in Deutschland. Man feiert den 1. Monat nach der Geburt. Warum? So, wie meine Verwandten mir es erzählt und erklärt haben, wird der zelebriert, weil früher viele Kinder kurz nach der Geburt starben. Wenn man 1 Monat überlebt hat, dann ist das ein gutes Zeichen – man ist aus dem Gröbsten raus. So, jetzt wisst ihr Bescheid, ne 😉

DIY Geburtstagspaket

Switchen wir uns wieder zurück in die deutsche Welt. Ein üblicher Brauch ist: Familie und Freunde kommen zusammen und es gibt lecker Kaffee und Kuchen zum Geburtstag 🙂
Ja, und ganz wichtig und nicht zu vergessen: Die Geschenke! 😀 Damit tun wir uns Gäste ja meistens etwas schwer… Es sollte was Persönliches sein, etwas mit Bedeutung! Aber nur was – ist die Frage…? Ab einem bestimmten Alter heißt es eh: „Brauchst nichts schenken, komm einfach – das ist das Beste, was du mir schenken kannst!“ Kommt euch bestimmt bekannt vor 😉
Eine Kleinigkeit möchte man doch in den meisten Fällen schenken. So Richtung Aufmerksamkeit halt. Und tadaaa, da war die Idee geboren: Eine kleine Geburtstagsbox! 😀

DIY Geburtstagspaket

Hier kommen einfach nur Kleinigkeiten rein. Eine kleine Sammlung, mit Dingen, die an Geburtstag erinnern sollen 🙂 Ich also los und Läden abgeklappert – das eine oder andere besorgt.
Für meine Geburtstagsbox habe ich nun folgende Sachen zusammengesucht:

Cocktail Mix (alternativ: Sekt, Wein, Limo etc.)
Kerzen (alternativ: Geburtstags-/Wunderkerzen)
mit Bonbons gefüllter Muffin (alternativ: echtes Küchlein)
Konfetti-Tüte
Luftballons
Geburtstagskarte

DIY Geburtstagspaket

Ihr könnt natürlich andere oder noch weitere Sachen hineinpacken. Alles, was euch so einfällt: CD, Fotos, kleines persönliches Geschenk, Süßigkeiten, Wellness-Zeug, Pflanze etc. Lauft durch die Stadt und stöbert etwas – ihr werdet einiges finden 😉
Das Ganze hab ich dann in eine Kiste gelegt. Alles im Karton und mit Zeitung ausgestopft, damit der Postbote nicht alles durcheinander wirbelt und ab zur Post! 😀
Nun habe ich 2 DIYs für euch, falls ihr ebenfalls so eine kleine DIY Konfetti-Tüte basteln wollt und ich zeige, wie ihr ein Luftballon selbst beschriften könnt mit einer ganz persönlichen Message 😉

DIY Konfetti Tüte

DIY Konfetti Tüte

Du brauchst:
Konfetti
Schere
Washi Tape
Stifte
Lineal
Brottüte (alternativ: Kopierpapier)

DIY Konfetti Tüte DIY Konfetti Tüte

    • zuerst zeichnest du dir unten in die Ecke der Brottüte ein Quadrat //   hier: 8 x 8 cm (kannst natürlich deine Tüte auch größer oder kleiner zeichnen
      • wenn du etwas draufmalen oder die Tüte beschriften möchtest, dann kannst du das jetzt machen
    • schneide das Quadrat aus

DIY Konfetti Tüte DIY Konfetti Tüte

    • mit dem Washi Tape verklebst du zuerst die beiden Seiten rechts und links
      • danach auch die untere Seite
    • oben füllst du nun dein Konfetti rein

DIY Konfetti Tüte

    • zum Schluss verklebst du noch die Öffnung mit Washi Tape

DIY Luftballon beschriften

DIY Luftballon beschriften

Du brauchst:
Luftballon
wasserfesten Stift

DIY Luftballon beschriften DIY Luftballon beschriften

    • puste den Luftballon auf (evt. Pumpe benutzen wegen der Hygiene)
      • beschrifte ihn und halte einige Minuten den Luftballon zu, damit die Schrift richtig trocknen kann (sonst verschmiert alles)
    • ist alles getrocknet, kannst du die Luft rauslassen
      • sollte nun etwas verschmiert sein, kannst du es mit einem Taschentuch oder Ähnlichen sauber wischen

DIY Geburtstagspaket

Bei der Konfetti-Tüte: Da könnt ihr selbstverständlich zu Kopier-/Transparentpapier, oder was ihr sonst da habt, greifen. 2 Quadrate (oder ein Rechteck, dann in der Hälfte falten) ausschneiden und am Rand mit Washi-Tape festkleben 🙂
Na, was haltet ihr von der Geburtstagsbox? Ist doch mal was anderes als Gutschein im Umschlag, oder? Übrigens: Das Konfetti habe ich selbst gelocht. Ich hab ums Verrecken kein pastelliges Konfetti gefunden – dabei ist Pastell doch sooo toll *-*
Und wer so Stanzer hat mit Herzchen oder so, benutzt es ruhig – macht sich bestimmt ebenfalls ganz gut als Konfetti 😉

DIY Geburtstagspaket

2 kleine DIYs für ein Geburtstagspaket und bisschen aus dem Leben einer Vietnamesin in Deutschland – das reicht erst einmal für heute, gell ;D Wer noch ein bisschen mehr aus dieser Reihe lesen möchte und es noch nicht kennt, dann klick dich hier zum Neujahrsfest rüber 😉
Meine Lieben, genießt euer Wochenende in vollen Zügen mit viel Freude ♥

Rosy kleinVerlinkt bei: Crealopee Juli 2016 – Pampelopee
Froh und Kreativ – Ein kleiner Blog
Herzlich eingeladen – Engel + Banditen

Ein kleiner Einblick in unser vietnamesisches Neujahrsfest: Tết

A-lô các bạn! (= Hallo Freunde!)
Heute geht es auf meinem Blog weder um ein DIY-Projekt noch um Rezepte oder Frisuren. Heute dreht sich alles um das vietnamesische NeujahrTết! Und somit gesellt sich ein weiterer Bericht zur Kategorie Kultur/Reise.

Tết Vietnam 2016 1

Eins muss ich noch loswerden, bevor ich beginne zu schreiben: Alles, was ich jetzt tippe, sind meine eigenen Erfahrungen! Meine Wahrnehmungen als ein vietnamesisches Kind (in Deutschland geboren) und wie wir versuchen ein bisschen unsere Kultur in den deutschen Alltag einzugliedern, ohne jemanden auf die Füße zu treten, versteht sich 😉 Es kann sein, dass das andere vietnamesischen Familien hier in Deutschland ganz anders machen.

Tết Vietnam 2016 7

Wie bereits vor einigen Wochen in diesem Beitrag kurz angeschnitten, ist Tết das wichtigste vietnamesische Fest des Jahres 🙂 Wann das Fest stattfindet, sagt uns der Mondkalender. Ihr könnt es euch schon denken, dieser Kalender orientiert sich am Lauf des Mondes. 12 Mondmonate ergeben ein Mondjahr. D.h. im Prinzip ist er wie der gewöhnliche Kalender, nur etwas nach hinten verschoben. Denn auch wir haben das Jahr 2016 mit diesem Fest eingeläutet 🙂

Im Vergleich zu der westlichen Kultur dauert Neujahr nicht nur 1, sondern gleich 3 Tage. In diesen 3 Tagen gehört es zum Pflichtprogramm, dass die komplette Verwandtschaft sich gegenseitig besucht, um Glückwünsche auszutauschen und gemeinsam zu essen und zu feiern 🙂
Für uns gehören alle Großtanten und -onkeln, Großcousins und – cousinen, ihre Kinder und Kindeskinder und noch viele viele weitere zur „engen“ Familie! D.h. es ist nicht ungewöhnlich, wenn man innerhalb der Festtage um die 300 Leute aus der eigenen Verwandtschaft sieht und trifft 😀

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Einige besuchen bzw. „pilgern“ (für die lauffaulen Vietnamesen ist das eine Wanderung. Für Europäer wohl eher ein Spaziergang, haha 😀 ) an diesen Tagen zu der einen oder anderen Pagode, um zu beten. Für alle, die nicht wissen, was Pagoden sind: Buddhistische Tempel, in denen unter anderem die Mönche leben und ihren Glauben praktizieren. Man könnte grob sagen, das Pendant zur Kirche für die Christen.
Für die Kleinen und Ältesten der Familie gibt es noch tiền mừng tuổi (= Glücksgeld). Es ist nicht viel – es geht hier mehr um die Symbolik 🙂

Tết Vietnam 2016 6

Bevor das neue Jahr begrüßt werden kann, sollte man versuchen alle Verpflichtungen zu erledigen. Man soll nichts „Negatives“ aus dem alten Jahr mitschleppen. Das bringt Unglück! Darunter fallen bspw. Schulden oder ein Streit. Man sollte diese ausgleichen oder versuchen sich wieder zu vertragen.

Als meine Eltern noch in Vietnam lebten (ist inzwischen auch ca. 30 Jahre her), mussten sie jedes Jahr vor Tết die Häuser weiß anstreichen. Meine Mutter hat eher die Wände beschmiert als ordentlich bestrichen. Aber hey, wer von uns kennt nicht das Gefühl und den Reiz der Wände, den sie auf Kinder haben, wenn es ums Ankritzeln geht 😀 Diese Streich-Tradition verlor sich ein bisschen über die Jahre. Die einzigen, die das wirklich noch durchziehen, sind die Ureinwohner auf den Bergen oder in den kleinen Mini-Dörfern.

Tết Vietnam 2016 14

Alles ordentlich aufräumen und putzen, einkaufen, kochen, schmücken, frisch geduscht sein und saubere Klamotten anziehen, sind immer noch typische Vorbereitungspunkte, die jeder befolgt. Man sollte gereinigt in das neue Jahr starten, sonst bringt das Unglück! Ihr merkt vielleicht – es hat viel mit Glück und Unglück in unserer Kultur zu tun 😀 

Das war´s erst einmal so allgemein zu dem Fest und den Vorbereitungen. Ich habe versucht, mich so kurz wie möglich zu fassen. Seid ihr überhaupt noch dabei? 😀 Oder habt ihr schon längst aufgegeben und habt weggeklickt?

Tết Vietnam 2016 2

Nicht? Dann kommt jetzt noch ein kleiner Einblick in unser Leben. Da ich alles so realitätsgetreu lassen wollte, wie es wirklich ist, sind es jetzt keine Hochglanz-Blogger-Fotos. Ich hoffe, ihr versteht das 😉
Wenn ihr mit Vietnamesen befreundet seid, habt ihr vielleicht schon einmal so kleine Altare gesehen. Wir haben davon zwei bei uns. Einmal einen allgemeinen (für die Götter) und einen, auf dem alle Verstorbenen aus der Familie gedacht wird. 
Auf diesem Bild seht ihr den Allgemeinen. Das erkennt ihr nämlich daran, dass keine Fotos der verstorbenen Angehörigen drauf gestellt wurden. Stattdessen die weibliche Skulptur. Puuuh, fragt mich bitte nicht genau, wie sie heißt und wofür sie steht. In unserem Glauben, gibt es soooo viele davon, dass ich den Überblick schon längst verloren und aufgegeben habe… Aber eins ist sicher: Sie sind alle lieb, nett und wollen nur unser Bestes! 😉 

Tết Vietnam 2016 4

Mein Papa ist der älteste Sohn der Familie und mein Bruder wiederum der älteste Sohn von ihm. Deswegen bin ich von allen Verpflichtungen, was bestimmte Rituale angeht, befreit – auch, wenn ich älter bin.
Da meine Eltern am Sonntag um 18 Uhr arbeiten waren, musste mein Bruder kurz vor 18 Uhr die Altare vorbereiten. D.h. Opfergaben drauf stellen. Da wäre zum einen ein Obstteller, auf dem auch Süßigkeiten platziert werden. Dann noch etwas zu trinken, in dem Fall das Wassergläschen (Alkohol oder Tee gehen ebenfalls) und wenn man noch lieb und nett ist, kann man die eine oder andere Köstlichkeit kochen und dazustellen. Bei uns wären das  hier Bánh bao (= vietnamesische Weizenmehlköße).

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Den gelben, geformten Reis hat meine Mama gekocht und man nennt ihn Xôi. Entweder isst man ihn pur oder mischt Erdnüsse darunter. Gerne wird auch so ein Teil in die Hand genommen, zu einer kleinen, dicken Wurst geformt und in Zucker getaucht.
Das grüne Tapioka-Küchlein rechts ist gefüllt mit Bohnenpüree und Kokosstreifen und heißt Bánh Xu Xê. Als Kind mochte ich es überhaupt nicht, wollte es aber immer haben – weil man als Kind von so farbenfrohem Essen automatisch angezogen wird 😀 Es war jedes Mal das Gleiche, wenn wir in einem asiatischen Lebensmittelladen einkaufen waren. Dabei wusste ich schon im Voraus: Ich ess das Zeug gar nicht, weil es mir absolut nicht schmeckt, hahaha 😀

Tết Vietnam 2016 5

Hier seht ihr noch die Räucherstäbchen. Der Geruch kann penetrant sein für Menschen, die es nicht gewohnt sind. Nachdem mein Bruder die Altare hergerichtet hatte, musste er sie, die Räucherstäbchen (nicht die Altare 😀 ) um 18 Uhr anzünden und beten. Die Götter und Urahnen rufen, sie in unsere Wohnung einladen, um mit uns zu essen und zu feiern. Und ich gehe von aus, man muss sie noch zu vielen anderen Dingen einladen – aber wir machen das immer wie folgt: Wir sagen das, was von Herzen und ausm Bauch heraus kommt. Dadurch ist es wenigstens ehrlich 🙂

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Nach der Arbeit sind dann meine Eltern, mein Bruder und ich nach Frankfurt aufgebrochen. Denn dort steht eine der wenigen Pagoden, nämlich die Pagode Phat Hue, in Deutschland. Dort konnte man nach der Begrüßungszeremonie, sich bei den Mönchen einige… Mhmm… Wie nennt man das denn jetzt – Give Aways abholen 😀 
In dieser Pagode bekommt jeder, der möchte: Einen Kalender, einen roten Umschlag, einen Anhänger und ein Armband. Ach, und die Mandarine nicht zu vergessen. Die habe ich in der Pagode schon verputzt 🙂 

Tết Vietnam 2016 8

Wie ihr hier sehen könnt: In dem roten Umschlag befindet sich ein Zettel mit einer Nummer und einer kleinen Vorhersage, was das neue Jahr einem bringen wird. Zudem die 5 Cent als tiền mừng tuổi (= Glücksgeld) wie bereits oben erwähnt.
Auf dem Bild unten drunter, seht ihr zu dem normalen Kalenderdaten noch weitere Zahlen. Das sind die Daten des Mondkalenders. Am 8. Februar steht da 1/1 – was nichts anderes bedeutet als der 1.1.

Tết Vietnam 2016 12

Sooo. Wir sind nun auch am Ende des Post angekommen. Ich habe versucht, mich so kurz wie möglich zu fassen. Traditionen und Kulturen entstehen über viele, viele Jahre und werden dadurch komplex – und das ist auch gut so! Denn die Vielfältigkeit und Unterschiede macht es doch erst interessant und spannend, nicht wahr!? 😉

Falls ihr gerne in Zukunft weitere solcher Einblicke wollt, hinterlasst mir dazu einen Satz in den Kommentaren oder schreibt mir eine Mail 🙂

Ihr Lieben, ich danke euch von Herzen fürs Lesen und euer Interesse! Habt noch einen wundervollen Tag und lasst euch trotz des doofen Wetters die Stimmung nicht vermiesen ♥

Rosy klein

PS: Meine liebe Steffi und meine liebe Jasmin, ich hoffe, ich konnte euren Erwartungen mit diesem Bericht ein bisschen gerecht werden 🙂 :* 

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Mittwochs Mag Ich – Frollein Pfau